Entdecke Tipps für Anfänger, Lauftraining, 5 km, 10 km, Abnehmen, Laufschuhe, Lauftechnik und Regeneration.
Du möchtest dich mehr bewegen, fitter werden, Gewicht reduzieren oder einfach etwas für deine Gesundheit tun? Dann brauchst du nicht unbedingt ein Fitnessstudio oder teure Sportgeräte. Joggen, Laufen und Walken gehören zu den einfachsten Möglichkeiten, Bewegung in deinen Alltag zu integrieren.
Egal, ob du gerade erst anfängst, nach längerer Pause wieder einsteigen möchtest, deine ersten 5 Kilometer schaffen willst oder bereits auf die 10-Kilometer-Distanz trainierst: Mit dem richtigen Einstieg kannst du dein Training Schritt für Schritt aufbauen.

Dabei gilt: Nicht möglichst schnell und weit laufen, sondern regelmäßig und passend zum eigenen Fitnesslevel trainieren. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen grundsätzlich 150 bis 300 Minuten moderate oder 75 bis 150 Minuten intensive aerobe Bewegung pro Woche. Auch Muskelkräftigung an mindestens zwei Tagen pro Woche wird empfohlen. Wer bisher wenig aktiv war, sollte mit kleinen Belastungen beginnen und Dauer, Häufigkeit und Intensität allmählich steigern.
Joggen, Laufen oder Walken – was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden im Alltag häufig miteinander vermischt. Trotzdem gibt es Unterschiede.
Walken bedeutet schnelles Gehen, bei dem immer mindestens ein Fuß Bodenkontakt hat. Es eignet sich besonders gut für Einsteiger, Wiedereinsteiger und Menschen, die zunächst eine gelenkschonendere Form des Ausdauertrainings suchen.
Joggen bezeichnet normalerweise ein langsames bis moderates Laufen. Das Tempo ist weniger wichtig als der persönliche Trainingszustand.
Laufen wird häufig als Oberbegriff für unterschiedliche Laufgeschwindigkeiten verwendet. Dazu gehören lockeres Jogging ebenso wie schnelleres Lauftraining.
Du musst dich also nicht sofort für eine bestimmte Sportart entscheiden. Ein sinnvoller Einstieg kann beispielsweise aus Walking und kurzen Laufabschnitten bestehen.
Warum sind Joggen, Laufen und Walken so beliebt?
Laufen und Walken benötigen vergleichsweise wenig Ausrüstung und lassen sich flexibel in den Alltag integrieren. Du kannst morgens vor der Arbeit eine Runde drehen, in der Mittagspause spazieren oder abends dein Lauftraining absolvieren.
Regelmäßige körperliche Aktivität kann unter anderem die körperliche und mentale Gesundheit unterstützen. Die WHO nennt beispielsweise positive Effekte auf Herz-Kreislauf-Gesundheit, Stoffwechsel, psychisches Wohlbefinden und allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit.
Ein weiterer Vorteil: Du kannst dein Training individuell dosieren.
- Anfänger starten mit Walking.
- Fortgeschrittene kombinieren Walking und Jogging.
- Läufer trainieren Ausdauer und Tempo.
- Ambitionierte Sportler arbeiten gezielt an 5 km, 10 km oder längeren Distanzen.
Welche Ausstattung benötigst du zum Joggen?
Eine der großen Stärken des Laufens ist die einfache Ausstattung. Für den Anfang brauchst du erstaunlich wenig.
1. Die richtigen Laufschuhe
Gute Laufschuhe gehören zur wichtigsten Ausrüstung. Sie sollten bequem sitzen, ausreichend Platz für die Zehen bieten und zu deinem Laufstil sowie zum Untergrund passen.
Beim Kauf solltest du insbesondere auf folgende Punkte achten:
- angenehme Passform
- ausreichend Platz im Zehenbereich
- komfortables Laufgefühl
- geeignete Dämpfung
- passende Größe
- Einsatzbereich Straße, Waldweg oder Laufband
- persönliches Gewicht und Trainingsumfang
Nicht jeder braucht automatisch einen stark korrigierenden oder besonders stabilen Laufschuh. Der Deutsche Leichtathletik-Verband weist darauf hin, dass Lauftechnik und körperliche Stabilität ebenfalls wichtige Bestandteile eines langfristig guten Lauftrainings sind.
2. Funktionelle Sportbekleidung
Für kurze Trainingseinheiten reicht zunächst normale bequeme Sportkleidung. Bei längeren Läufen können atmungsaktive Funktionsshirts und passende Laufhosen angenehmer sein.
Im Winter sind mehrere dünne Kleidungsschichten oft praktischer als eine einzige sehr dicke Schicht.
3. Sport-BH und passende Unterwäsche
Für Läuferinnen ist ein gut sitzender Sport-BH wichtig. Er sollte ausreichend Halt bieten, ohne unangenehm einzuschneiden.
4. Laufuhr oder Smartphone
Eine Laufuhr ist kein Muss. Für Anfänger reicht häufig das Smartphone.
Interessant können sein:
- Trainingsdauer
- Strecke
- Geschwindigkeit
- Herzfrequenz
- Schritte
- Trainingsfortschritt
Wichtig ist jedoch, dass Technik nicht wichtiger wird als das eigentliche Training.
5. Trinkflasche
Bei kurzen Läufen ist zusätzliche Flüssigkeit nicht immer erforderlich, insbesondere wenn du vorher ausreichend getrunken hast. Bei längeren Trainingseinheiten, hohen Temperaturen oder starkem Schwitzen solltest du deine Flüssigkeitsversorgung entsprechend planen.
Joggen für Anfänger: So gelingt der Einstieg
Der häufigste Fehler von Laufanfängern ist ein zu schneller Start.
Viele denken: „Ich muss einfach loslaufen.“ Nach wenigen Minuten sind sie außer Atem, die Beine werden schwer und die Motivation sinkt.
Besser ist ein schrittweiser Einstieg.
Schritt 1: Mit Walking beginnen
Wenn du längere Zeit keinen Sport gemacht hast, kannst du zunächst zügig gehen.
Ein Beispiel:
Woche 1:
- 5 Minuten langsam gehen
- 15 Minuten zügig walken
- 5 Minuten langsam auslaufen
Trainiere beispielsweise zwei- bis dreimal pro Woche.
Schritt 2: Walking und Jogging kombinieren
Wenn sich das Walken gut anfühlt, kannst du kurze Laufabschnitte einbauen.
Beispiel:
- 5 Minuten Walking
- 1 Minute Joggen
- 3 Minuten Walking
- 1 Minute Joggen
- 3 Minuten Walking
- 1 Minute Joggen
- 5 Minuten Walking
Wiederhole dieses Prinzip mehrmals.
Schritt 3: Laufintervalle langsam verlängern
Nach einigen Trainingseinheiten kannst du beispielsweise aus 1 Minute Joggen 2 oder 3 Minuten machen.
Entscheidend ist nicht, möglichst schnell Fortschritte zu erzielen. Dein Körper benötigt Zeit, um sich an die neue Belastung anzupassen.
Die WHO empfiehlt für bislang wenig aktive Menschen ausdrücklich, mit kleinen Mengen körperlicher Aktivität zu beginnen und Dauer, Häufigkeit und Intensität schrittweise zu erhöhen.
Lauftraining für Anfänger: Ein einfacher 4-Wochen-Plan
Dieser Plan ist ein allgemeines Beispiel und kein individueller medizinischer Trainingsplan.
Woche 1
2–3 Trainingseinheiten
- 5 Minuten Walking
- 1 Minute lockeres Joggen
- 3 Minuten Walking
- 1 Minute Joggen
- 3 Minuten Walking
- 5 Minuten lockeres Gehen
Woche 2
3 Trainingseinheiten
- 5 Minuten Walking
- 2 Minuten Joggen
- 3 Minuten Walking
- 2 Minuten Joggen
- 3 Minuten Walking
- 2 Minuten Joggen
- 5 Minuten Walking
Woche 3
3 Trainingseinheiten
- 5 Minuten Walking
- 3 Minuten Joggen
- 2 Minuten Walking
- 3 Minuten Joggen
- 2 Minuten Walking
- 3 Minuten Joggen
- 5 Minuten Walking
Woche 4
3 Trainingseinheiten
- 5 Minuten Walking
- 5 Minuten Joggen
- 2 Minuten Walking
- 5 Minuten Joggen
- 2 Minuten Walking
- 5 Minuten Joggen
- 5 Minuten Walking
Wenn sich eine Stufe noch zu anstrengend anfühlt, bleib einfach länger bei der vorherigen Stufe.
Wie oft sollte man joggen?
Für Anfänger können zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche ein guter Ausgangspunkt sein.
Zwischen den Laufeinheiten sollte ausreichend Erholung liegen. Gerade am Anfang müssen sich Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke an die Belastung gewöhnen.
Ein möglicher Wochenplan:
| Tag | Training |
|---|---|
| Montag | Walking oder Pause |
| Dienstag | Lauftraining |
| Mittwoch | Erholung |
| Donnerstag | Lauftraining |
| Freitag | Pause |
| Samstag | Walking oder lockerer Lauf |
| Sonntag | Erholung |
Du musst nicht an jedem Tag laufen. Regelmäßigkeit ist wichtiger als tägliche Höchstleistung.
Joggen und Abnehmen: Kann Laufen beim Gewichtsmanagement helfen?
Joggen kann Bestandteil eines Abnehmprogramms sein. Körpergewicht und Körperzusammensetzung werden jedoch nicht allein durch eine einzelne Sportart bestimmt.
Eine nachhaltige Gewichtsreduktion hängt unter anderem von Ernährung, Bewegung, Schlaf, Alltagsaktivität und langfristigen Gewohnheiten ab.
Wenn du abnehmen möchtest, kann eine Kombination aus:
- regelmäßiger Bewegung
- Walking oder Jogging
- Krafttraining
- ausgewogener Ernährung
- ausreichend Schlaf
- alltagstauglichen Gewohnheiten
sinnvoll sein.
Wichtig ist außerdem: Du musst nicht jeden Lauf möglichst intensiv gestalten. Auch zügiges Walking kann eine wertvolle Form körperlicher Aktivität sein.
Joggen und Gesundheit: Warum Bewegung wichtig ist
Regelmäßige Bewegung kann die allgemeine Fitness verbessern und ist mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Die WHO empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive aerobe Bewegung pro Woche beziehungsweise eine Kombination daraus.
Dabei zählt nicht nur klassisches Joggen.
Auch:
- Walken
- Wandern
- Radfahren
- Schwimmen
- Tanzen
- Alltagsbewegung
tragen zur körperlichen Aktivität bei.
Besonders interessant ist deshalb der Gedanke: Jede Bewegung zählt.
Wenn du heute nur 20 Minuten spazieren gehen kannst, ist das besser, als den ganzen Tag völlig inaktiv zu bleiben.
Joggen ab 50: Worauf solltest du achten?
Mit 50, 60 oder 70 Jahren ist Bewegung keineswegs automatisch zu spät. Im Gegenteil: Körperliche Aktivität bleibt auch im höheren Erwachsenenalter wichtig.
Die WHO empfiehlt auch älteren Erwachsenen regelmäßige Bewegung. Bei eingeschränkter Mobilität kommen zusätzlich Aktivitäten zur Verbesserung von Gleichgewicht und Kraft infrage.
Für das Lauftraining ab 50 gilt:
Langsam starten
Beginne nicht dort, wo du vor 20 Jahren aufgehört hast. Entscheidend ist dein aktueller Fitnesszustand.
Walking als Alternative nutzen
Wenn Joggen zunächst zu belastend ist, kann zügiges Walken ein hervorragender Einstieg sein.
Krafttraining ergänzen
Ein regelmäßiges Krafttraining kann helfen, die Muskulatur zu stärken. Die WHO empfiehlt Erwachsenen zusätzlich zur Ausdauerbewegung Muskelkräftigung an mindestens zwei Tagen pro Woche.
Erholung ernst nehmen
Regeneration wird mit zunehmendem Trainingsumfang besonders wichtig. Plane Pausentage ein und achte auf ungewöhnliche Schmerzen oder anhaltende Beschwerden.
Bei bestehenden Erkrankungen, deutlichen gesundheitlichen Einschränkungen oder Unsicherheit über die Belastbarkeit sollte das Training vorher individuell medizinisch abgeklärt werden.
Joggen für Senioren: Walken kann der perfekte Einstieg sein
Nicht jeder ältere Mensch muss joggen.
Für viele Senioren kann Walking eine sehr gute Möglichkeit sein, regelmäßige Bewegung in den Alltag einzubauen. Der Deutsche Leichtathletik-Verband nennt Walking insbesondere für Einsteiger, Wiedereinsteiger, Menschen mit Übergewicht und ältere Personen als geeigneten Zugang zum Ausdauersport.
Eine Walking-Runde kann beispielsweise 20 bis 30 Minuten dauern.
Später kannst du:
- das Tempo erhöhen
- die Strecke verlängern
- leichte Steigungen einbauen
- Nordic Walking ausprobieren
- kurze Joggingabschnitte ergänzen
So kannst du dein Training individuell entwickeln.
Joggen zuhause: Ist das möglich?
Ja. Wenn das Wetter schlecht ist oder du lieber zuhause trainierst, kannst du beispielsweise ein Laufband verwenden.
Ein Laufband bietet einige Vorteile:
- wetterunabhängiges Training
- kontrollierbare Geschwindigkeit
- einfache Trainingssteuerung
- Training zu jeder Tageszeit
- geeignet für Walking und Jogging
Allerdings ersetzt ein Laufband nicht zwingend das Training im Freien. Draußen trainierst du auf unterschiedlichen Untergründen und kannst abwechslungsreiche Strecken nutzen.
Für viele Menschen ist eine Kombination ideal.
Die richtige Lauftechnik
Eine gute Lauftechnik sollte nicht kompliziert sein.
Achte zunächst auf eine möglichst natürliche Bewegung.
Oberkörper
Halte deinen Oberkörper aufrecht und entspannt. Vermeide eine stark nach vorne oder hinten geneigte Haltung.
Schultern
Lass die Schultern locker. Verkrampfe nicht während des Laufens.
Arme
Bewege die Arme locker mit. Die Bewegung sollte deinen Laufrhythmus unterstützen.
Schritte
Vermeide extrem große Schritte. Laufe möglichst locker und kontrolliert.
Blickrichtung
Schau einige Meter nach vorne und nicht dauerhaft auf deine Füße.
Rumpf
Eine stabile Rumpfmuskulatur unterstützt eine kontrollierte Laufbewegung. Der DLV betont neben Übungen des Lauf-ABCs auch die Bedeutung der Rumpfstabilität und einer guten Beinachsenkontrolle.
Lauf-ABC: Übungen für bessere Bewegungsabläufe
Fortgeschrittene Läufer können einfache Lauf-ABC-Übungen in ihr Training integrieren.
Dazu gehören beispielsweise:
- Kniehebelauf
- Anfersen
- Fußgelenksarbeit
- Skippings
- Steigerungsläufe
Diese Übungen sollten kontrolliert ausgeführt werden. Anfänger müssen jedoch nicht sofort ein umfangreiches Lauf-ABC absolvieren.
Zunächst sind regelmäßiges, lockeres Training und eine schrittweise Belastungssteigerung wichtiger.
Intervalltraining: Mehr Abwechslung im Lauftraining
Beim Intervalltraining wechseln sich Belastungs- und Erholungsphasen ab.
Ein einfaches Beispiel für Fortgeschrittene:
- 10 Minuten lockeres Einlaufen
- 1 Minute schneller laufen
- 2 Minuten locker laufen oder gehen
- 1 Minute schneller laufen
- 2 Minuten locker
- 1 Minute schneller
- 10 Minuten lockeres Auslaufen
Die Belastungsphasen sollten nicht automatisch ein Vollsprint sein.
Intervalltraining kann an verschiedene Leistungsniveaus angepasst werden.
5 km laufen: Dein erstes großes Laufziel
Die 5-Kilometer-Distanz ist für viele Laufanfänger ein motivierendes Ziel.
Du musst nicht sofort 5 Kilometer durchlaufen können.
Ein möglicher Weg:
Phase 1: Walking und kurze Laufintervalle
Phase 2: längere Joggingabschnitte
Phase 3: 20 bis 30 Minuten kontinuierlich laufen
Phase 4: Distanz langsam auf 4 Kilometer steigern
Phase 5: 5 Kilometer erreichen
Dabei zählt zunächst nicht die Geschwindigkeit.
Dein erstes Ziel kann ganz einfach lauten:
„Ich möchte 5 Kilometer in meinem eigenen Tempo schaffen.“
10 km laufen: So bereitest du dich vor
Die 10 Kilometer sind ein weiteres beliebtes Laufziel.
Wenn du bereits regelmäßig 5 Kilometer laufen kannst, kannst du deine Laufstrecke langsam erweitern.
Ein Beispiel:
- 5 km
- 5,5 km
- 6 km
- 6,5 km
- 7 km
- 8 km
- 9 km
- 10 km
Du musst nicht jede Woche die Distanz erhöhen. Baue regelmäßig ruhigere Wochen ein.
Bei längeren Strecken spielen außerdem Ernährung, Flüssigkeitsversorgung, Schlaf und Regeneration eine größere Rolle.
Motivation zum Joggen: So bleibst du langfristig dabei
Die Motivation ist am Anfang oft groß. Nach einigen Wochen kann sie jedoch nachlassen.
Deshalb solltest du nicht ausschließlich auf Motivation setzen.
Feste Termine
Plane deine Laufeinheiten wie andere Termine.
Kleine Ziele
Statt „Ich muss fitter werden“ kannst du konkrete Ziele formulieren:
- 20 Minuten laufen
- 3 Kilometer schaffen
- 5 Kilometer schaffen
- dreimal pro Woche bewegen
Laufpartner
Gemeinsam mit Freunden macht Training vielen Menschen mehr Spaß.
Musik oder Podcasts
Wenn es dir hilft, kannst du beim Training Musik oder Podcasts hören – sofern die Umgebung und Verkehrssituation dies sicher zulassen.
Fortschritte dokumentieren
Notiere Trainingsdauer, Strecke und persönliches Empfinden. So erkennst du auch kleine Fortschritte.
Der DLV empfiehlt Laufanfängern ebenfalls, sich nicht mit bereits schnelleren Läufern zu vergleichen und auf die Signale des eigenen Körpers zu achten.
Regeneration nach dem Joggen
Training setzt einen Reiz. Erholung gehört deshalb genauso zum Trainingsprozess wie das Laufen selbst.
Nach einer Laufeinheit können folgende Maßnahmen sinnvoll sein:
- ausreichend schlafen
- ausreichend trinken
- ausgewogen essen
- leichte Bewegung
- lockeres Walking
- Pausentage einplanen
- Trainingsumfang nicht zu schnell erhöhen
Leichter Muskelkater kann nach ungewohnter Belastung auftreten. Starke, zunehmende oder anhaltende Schmerzen solltest du dagegen nicht einfach ignorieren.
Die häufigsten Fehler beim Joggen
Zu schnell laufen
Wenn du bereits nach wenigen Minuten völlig außer Atem bist, ist dein Tempo wahrscheinlich zu hoch.
Zu viel trainieren
Mehr Training bedeutet nicht automatisch bessere Ergebnisse.
Pausen ignorieren
Regeneration ist Bestandteil eines guten Trainingsplans.
Falsche Schuhe
Unbequeme oder ungeeignete Schuhe können das Laufgefühl erheblich beeinträchtigen.
Nur auf die Kilometer schauen
Ein langsamer, entspannter Lauf kann sinnvoller sein als ein ständig schnelleres Training.
Andere vergleichen
Jeder Mensch startet mit anderen Voraussetzungen.
Jogging-Tipps für jede Altersklasse
Egal ob 20, 40, 50, 60 oder 70 Jahre: Das Training sollte zu deinem aktuellen Leistungsstand passen.
Für Jugendliche
Bewegung sollte abwechslungsreich und altersgerecht sein. Neben Ausdauer sind Spiel, Koordination, Kraft und Spaß wichtig.
Für Erwachsene
Joggen lässt sich gut mit Krafttraining, Walking und anderen Sportarten kombinieren.
Ab 50
Achte stärker auf Erholung und einen schrittweisen Trainingsaufbau.
Für Senioren
Walking, moderates Ausdauertraining, Kraft- und Gleichgewichtsübungen können wichtige Bestandteile eines aktiven Lebensstils sein.
Die WHO betont, dass körperliche Aktivität Menschen in unterschiedlichen Altersgruppen zugutekommt und dass auch ältere Menschen von regelmäßiger Bewegung profitieren.
Schritt-für-Schritt: Deine erste Laufeinheit
Wenn du heute anfangen möchtest, kannst du es ganz einfach halten.
1. Zieh bequeme Sportkleidung an.
2. Verwende passende Schuhe.
3. Beginne mit 5 bis 10 Minuten lockerem Gehen.
4. Laufe anschließend 1 bis 2 Minuten langsam.
5. Gehe wieder einige Minuten.
6. Wiederhole die Kombination mehrmals.
7. Beende das Training mit einigen Minuten lockerem Gehen.
8. Notiere anschließend kurz, wie du dich gefühlt hast.
Das war bereits dein erstes Lauftraining.
Du musst keine 5 Kilometer schaffen. Du musst keinen perfekten Laufstil haben. Und du musst niemanden überholen.
Der wichtigste Schritt ist, überhaupt anzufangen.
Häufige Fragen zu Joggen, Laufen und Walken
Wie oft sollte man als Anfänger joggen?
Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche können ein sinnvoller Einstieg sein. Zwischen den Laufeinheiten sollten ausreichend Erholungsphasen liegen.
Ist Walken genauso sinnvoll wie Joggen?
Walking ist eine wertvolle Form körperlicher Aktivität und kann besonders für Einsteiger, Wiedereinsteiger und Menschen mit geringerem Fitnesslevel geeignet sein. Die passende Belastungsform hängt vom individuellen Ziel und der körperlichen Situation ab.
Kann man durch Joggen abnehmen?
Joggen kann den Energieverbrauch erhöhen und Bestandteil eines Programms zum Gewichtsmanagement sein. Für nachhaltiges Abnehmen spielen jedoch auch Ernährung, Alltagsbewegung und langfristige Gewohnheiten eine Rolle.
Wie lange sollte man als Anfänger joggen?
Das hängt vom individuellen Fitnesslevel ab. Für Einsteiger können kurze Laufintervalle von ein bis wenigen Minuten sinnvoll sein, die durch Walking unterbrochen werden.
Welche Laufschuhe sind die richtigen?
Die Schuhe sollten bequem sitzen und zu deinem Fuß, Laufstil, Trainingsumfang und Untergrund passen. Bei Unsicherheit kann eine fachkundige Beratung im Laufsport-Fachgeschäft hilfreich sein.
Kann ich mit 50 noch mit dem Joggen anfangen?
Ja. Auch mit 50 oder später kannst du mit einem passenden Training beginnen. Wichtig ist ein langsamer Aufbau und ausreichend Regeneration.
Kann man Joggen zuhause?
Ja. Auf einem Laufband kannst du zuhause walken oder joggen. Alternativ sind auch Indoor-Workouts möglich, wenn das Wetter oder andere Umstände ein Training draußen verhindern.
Wie schaffe ich 5 Kilometer?
Beginne mit Walking und kurzen Laufintervallen. Verlängere die Laufabschnitte schrittweise und erhöhe die Gesamtdistanz nicht zu schnell.
Wie trainiere ich für 10 Kilometer?
Wenn du bereits regelmäßig 5 Kilometer laufen kannst, kannst du die längeren Läufe schrittweise ausbauen. Ergänze lockere Einheiten, Regeneration und gegebenenfalls Intervalltraining.
Fazit: Joggen, Laufen und Walken für mehr Bewegung im Alltag
Joggen, Laufen und Walken bieten viele Möglichkeiten, deine Bewegung abwechslungsreich zu gestalten. Du brauchst für den Einstieg keine komplizierte Ausrüstung und musst auch kein Leistungssportler sein.
Beginne mit dem, was zu deinem aktuellen Fitnesslevel passt. Für manche bedeutet das zunächst 20 Minuten Walking, für andere einen Wechsel aus Gehen und Joggen. Später können 5 Kilometer, 10 Kilometer oder ein persönlicher Laufplan folgen.
Entscheidend sind Regelmäßigkeit, ein langsamer Trainingsaufbau, passende Ausrüstung und ausreichend Erholung.
Und vielleicht ist genau heute der richtige Zeitpunkt für deine erste Runde.
Also: Schuhe an, rausgehen und loslegen – in deinem Tempo!
Welche Distanz möchtest du als Nächstes schaffen: 3 km, 5 km oder 10 km? Schreibe es gerne in die Kommentare!
Allgemeiner Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische, physiotherapeutische oder psychotherapeutische Beratung. Bei Schmerzen, Erkrankungen, Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden solltest du vor dem Training fachkundigen Rat einholen.
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